Arbeit im Kiez:

Der Verein HipHop geht anders! e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2011 verschiedene Musik-,Tanz- und Graffiti-Workshops an Berliner Schulen anbietet.1 Die Arbeit konzentriert sich derzeit dabei auf integrierte Sekundarschulen in den Berliner Bezirken Pankow und Wedding, an denen eine hohe Zahl an Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache unterrichtet wird. Diese Personen fühlen sich oft vom Rest der Gesellschaft ausgegrenzt und minderwertig, woraus sich erfahrungsgemäß Frustration, Ärger, Wut und schlussendlich auch Gewalt entwickeln.

In 2013 finden u. a. Workshops an der Willy-Brandt-Schule und der Ernst-Reuter-Schule im Berliner Bezirk Wedding statt. Der Anteil an Schülerinnen und Schülern mit nichtdeutscher Herkunftssprache an diesen beiden Schulen beträgt ca. 90%.2 Die ehrenamtlich tätigen Workshopleiter (sog. Teamer) arbeiten dabei an der jeweiligen Schule nach dem Motto "Involvieren statt dozieren!" mit den Schülerinnen und Schülern zusammen.

Ziel des Vereins ist es, junge Menschen aus sozialen Brennpunkten zu fördern, ihre Motivation zu wecken, ihnen bislang unbekannte Möglichkeiten zu eröffnen und ihre Talente zu fördern. Der Verein bietet zahlreiche Nachmittagsprogramme zur aktiven Freizeitgestaltung an. Hierzu zählen vor allem Rap-, Breakdance- und Beatboxingworkshops für Mädchen und Jungen. Mit verschiedenen Veranstaltungen, Aktionen (z.B. Musikvideos, Tonstudioaufnahmen) und öffentlichen Auftritten - z. B. auf den Berliner Respect Gaymes - erhalten Schülerinnen und Schüler die Chance, sich vor anderen zu präsentieren und dabei den eigenen Erfolg zu reflektieren. Dadurch wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt und die Frustration in positive Energie umgewandelt.

Mädchen erfahren in den verschiedenen Projekten eine besondere aktive Förderung, indem sie nicht - wie ansonsten in der Hiphop-Kultur üblich - diskriminiert, sondern mit Jungen gleichgestellt und in den Projekten gleichbehandelt werden.

1 Vgl. Darstellung auf www.hiphopgehtanders.de.
2 Vgl. Angaben der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft auf www.berlin.de, Stand 24.8.2012: An der Ernst-Reuter-Schule beträgt die Quote 88,1 %, an der Willy-Brandt-Schule beträgt die Quote sogar 90,9 %.